Heute am Sonntag, 27.01.2008

 

"Demokratie und Gerechtigkeit hat in Niedersachsen eine klare Mehrheit!"

Oder etwa weshalb doch noch nicht?

 

Einladung Diskussion Landtagswahl.

 

9 SPD-Abgeordnete aus dem Land BS

 

 

Wahlergebnisse in Braunschweig

 

Niedersachsens Wahlergebnisse

 

HOFF, KAHRS: Wahlanalysen für Niedersachsen und Hessen

 

Die Wahllokale haben eben gerade geöffnet. Es ist kurz nach 08:00, Sonntag, 27.01.2008. Hoffnung auf einen Wahlsieg in Hessen, Furcht vor einer erneuten - wenn auch nicht so heftigen - Niederlage in Niedersachsen. Reicht es für Kirsten KEMPER? Mindestens über die Liste sind die Chancen gut.

 

Doch schon jetzt: Danke an alle Wählerinnen und Wähler, die mit ihren Stimmen für die SPD Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten vertrauen. Jedenfalls mehr vertrauen, als anderen Demokraten, mindestens weniger misstrauen. Besonderer Dank an alle, die um Vertrauen in die SPD gebeten, dafür in den letzten Wochen geworben haben. Am meisten Dank allen, die zum ersten Mal oder diesmal erstmals wieder SPD wählen.

 

Mit einem Freund verteilt mein Sohn David gestern Nachmittag noch Flugzettel in Volkmarode. "Schon die Abschaffung der Studiengebühren. Unter Bruch von Wahlversprechen von dieser Regierung und Mehrheit eingeführt. Wie kann da überhaupt ein Mensch noch CDU und FDP wählen? Berufsausbildung, ein Studium, das darf doch nicht vom Geld abhängen!" Mit einem Satz kann ich diese Frage auch nicht beantworten. Vernunft kann es nicht sein, nicht zu wählen. Und auch nicht, dann CDU und FDP zu wählen.

 

Die beiden Studenten sind unterwegs. Ich versuche zu erinnern, wann ich zum ersten Mal Hoffen und Bangen auf ein Wahlergebnis bewusst erlebte. 1957, mit der erschreckenden absoluten Mehrheit für ADENAUER, sicher. Gegen ULBRICHT (Ost) und ADENAUER (West) hatten wir demonstriert, für Deutschlands Einheit. Wir befürchteten nun Spannungen, schlossen Krieg nicht aus, zwischen Deutschland Ost und West. ADENAUER, das hieß Aufrüstung! Erst im Westen, dann im Osten.

 

Aber davor, vor 1957, unsichere Erinnerungen an Wahlen. Aber genaue Erinnerung an eine - wir saßen um ein Grundig-Radio - Rundfunkreportage am 17. Juni 1953, als es in der Ostzone um Wahlen ging, freie Wahlen, als Forderung. Deshalb Panzer rollten, Demonstranten auf der Straße verreckten. Heute gehen zu viele nicht zur Wahl.

 

Jetzt noch die Spannung: Wie wird die Wahl heute, 2008 wirklich ausgehen. In gut zehn Stunden ist das klar.

 

28.01.2008, 00:30:

 

Zurück aus dem Volksfreund-Haus, dem Roten Schloss Braunschweigs.

 

Die üblichen Reden gehört: An uns lag es nicht. Das Wetter war es, objektiv nicht mehr möglich, die Grünen und die Linke haben Schuld. Solche Sprüche kamen nicht von denen, die mehr als fleißig im Wahlkampf waren, bis zuletzt um Vertrauen für die SPD warben. Sie hätten von einem Erfolg nichts persönlich gehabt, deren Engagement war wahrlich selbstlos.

 

Das Ergebnis in Braunschweig ist unerträglich, weil es allein Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Braunschweig zu verantworten haben. Andere Wahlkreise im Braunschweiger Land zeigen, das es auch anders geht. Glückwunsch und Danke an die Freunde und Genossen.

 

Marcus BOSSE, Schöppenstedt

 

Karl Heinz HAUSMANN, Osterode

 

Stefan KLEIN, Salzgitter

 

Matthias MÖHLE, Peine

 

Es ist ein Zeichen für die Schwäche der SPD in unserer Stadt, dass schon die Verantwortung geleugnet, ja bestritten wird. Das darf diesmal nicht mehr - wie bis heute bei und nach der Kommunalwahl 2001 und 2006 - durchgehen.

 

Besonders traurig, Kirsten KEMPER kommt auch über die Landesliste nicht in den Landtag. Sie ist enttäuscht, aber nicht verbittert. Was für diese Frau spricht. Dietmar SCHILFF unterliegt der Frau MUNDLOS mit wenigen Stimmen. Auch er mehr als tapfer. Beide Opfer der fehlenden Erststimmen-Kampagne der SPD. Und Beide nicht ohne Selbstkritik.

 

Glogo zum Wahlergebnis

 

Die Erst-Stimmen für die Kandidaten der Grünen und der Linken sind politisch verlorene Stimmen. Diese Stimmen für die Kandidaten der SPD, die Dame und die Herren der CDU hätten in Braunschweig keine Chance gehabt. Es nützt nichts, jetzt über die Leader von Grünen und Linken herzufallen. Die sind (noch?) nicht gebildet und mutig genug, bei den Erst-Stimmen zur Wahl der aussichtsreichen Kandidaten der parteiübergreifenden Linken - das waren die Kandidaten der SPD - aufzurufen. Erst recht dann nicht, wenn diese Leader von der SPD nicht gefordert und gefördert, sondern arrogant, weil ängstlich gemieden werden, wie der Teufel das Weihwasser. Deren Anti-Sozialdemokratismus ist kein Grund mit denen nicht, das ist mehr als ein Grund um mit denen öffentlich zu Reden und zu Streiten. Dazu ist die Diskussion mit der LINKEN in Volkmarode eröffnet.

 

Totschweigen? Das war schon immer falsch. Und ist es nun erst Recht. Der Einzug der Linken in den Landtag in dieser Höhe war in Niedersachsen wohl von dem Diether und der Tina selbst nicht erwartet worden. In Hessen ist die Linke im Parlament schwächer als erwartet. Mindestens in Niedersachsen bringt der Erfolg der Linken wenig. Selbst wenn SPD und Grüne allen Anträgen der Linken im Landtag zustimmen, eine Mehrheit ist das dann noch immer nicht. Mit und trotz der Linken im Parlament bleibt WULFF im Amt. Auch das enttäuscht.

 

Gut, dass der KOCH in Hessen mit blankem Rassismus gescheitert ist. Schlecht dass dennoch die CDU mit 0,1 % mehr stärkste Partei bleibt, wenn auch mit Sitzen im Landtag mit der SPD gleich auf liegt. Warum die YPSILANTI schon die Unterstützung der Linken verweigert und ablehnt, dafür nicht nur die Unterstützung der, ja sogar die Koalition mit den asozialen WESTERWELLEs - für welche ihrer Forderungen eigentlich - sucht? Gute Frage. Die sich in Niedersachsen den DUINs und JÜTTNERs wegen der eigenen Schwäche gar nicht erst stellt.

 

Ein Erfolg der Linken, links von CDU und FDP sähe anders aus. Alles in allem eine Niederlage, wenn auch kein Rückschritt. Alles andere ist Quatsch oder Pfeifen im Wald. Und doch: Wird aus den Fehlern 2008 gelernt, ist und bleibt Hoffnung auf Gerechtigkeit und Frieden, eine demokratische Mehrheit dafür, begründet. Denn die Union bleibt im Absturz, nur noch nicht tief genug, aber viel mehr, als selbst von BILD vorhergesagt. Lächeln ändert daran nichts.

 

Morgen, nein heute ist Arbeitstag. Ich gehe schlafen. Hoffnung und Furcht von gestern (siehe den Anfang dieser Seite) haben sich nicht bestätigt. Es ist noch weniger gut ausgegangen.

 

Ulrich WEGENER

 

Hier zu unserer Seite zur Niedersachsenwahl, begonnen Ende 2006, heute wieder aktualisiert: Dann Nachträge und Hinweise zur Diskussion nach der Wahl.

 

 

 

 

   

   

 Niedersachsen 2008:

 

 Bürgerinnen und Bürger

 diesmal für die SPD.

 

     

 

Minderheitsregierung? Machs Andrea!

 

Unkultur Hamburg 01 und Hessen 08

 

SPD und Linke: Zusammenarbeit!?

 

Selbstbewusst: HÖPPNERs Toleranz

 

RINGSDORF Rausschmiss angedroht

 

SCHRÖDER Mach´s Heiko, es nützt!

 

SCHMIDTs ZEIT: Landtagswahlen

 

COHN-BENDIT Andrea soll es wagen!

 

YPSILANTI kernig bei KERNER

 

Im Dialog mit Andrea YPSILANTI

 

Diese FDP gehört in kein Parlament!

 

KOCH spinnt weiter - gefährlich!

 

SPD: Adliger Sozialdemokrat raus?!

 

Welche Koalition in Hessen?

 

Wortbruch-Dilemma Hessens -

SPD und FDP Programme unvereinbar

Ohne Wortbruch keine Regierung

oder nur Neuwahlen

 

Jürgen TRITTIN - Erster mit Vernunft

 

HOOGE (DGB): Liebe Andrea YPS.

 

 

Karneval 2008 im FOKUS

 

RAUEs Wahlbeteiligung nicht falsch

 

Rudolf DREßLER: SPD muss erklären

 

Stärkste Partei im Februar 2008: Sozialdemokratie mit drei Parteien.

 

"Ich mache Ihnen nichts mehr vor!" CLEMENTs Ausschluss überflüssig

 

Das wahre Gesicht der Linkspartei

 

Das wahre Gesicht der CDU

 

Diese Kommunistin im Landtag?

Nein danke!

 

KOCH will linke Mehrheit!

 

 

 

 

 

Seite noch in Arbeit! Bald gibt es hier noch mehr Informationen!

 

Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Dibbesdorf, Schapen und Volkmarode bei Braunschweig

 

Ulrich WEGENER Vorsitzender

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erstellt am 27.01.2008

aktualisiert am 11.08.2009